Donnerstag, 19. August 2010

Gumboot Dance in Numbi

Schon etwas laenger ists her (Sonntag vor zwei Wochen), da waren einige der Freiwillige, die sich jetzt schon wieder in Deutschland befinden und ich im Township Numbi und haben Sally besucht. Sally und seine Freunde treffen sich regelmaesig zum „Gumboot Dance“ was auf gut deutsch so viel wie „Gummistiefel Tanz“ bedeutet. Aber nur weil man sich zum Gumboot Dance verabredet, heisst das noch lange nicht, dass man auch gleich „Gumboot danced“, wie ich an diesem Sonntag gelernt habe.

Zuerst wird noch ein bisschen durchs Township spaziert und man lernt alle moeglichen Leute und Freunde von Sally kennen. Da war zum Beispiel Peggy, zu der wir nach Hause eingeladen wurden (von Sally, versteht sich, es darf naemlich jeder zu jedem einladen, so scheint es hier :P ). Dort durfte ich mich dann auch das erste mal am Papp machen versuchen. Papp ist hier sozusagen dass Grundnahrungsmittel der Suedafrikaner und schmeckt eigentlich genau so wie’s klingt. Man koennte es etwa mit Nudeln, Reis oder Kartoffeln vergleichen, da es genauso als Beilage gegessen wird.

Mein Versuch scheiterte jedoch klaeglich, als ich mir eine riesen
fette Brandblase einfing die noch heute nicht ganz verheilt ist.
Hier also schon mal meine Warnung: Solltet ihr jemals Papp
machen, passt auf, das Zeug ist verdammt heiss!!!
Waehrend ich mich also an dem klebrigen Brei zu schaffen machte, versuchte Caro Peggys Tochter mit einem Joghurt zu beeindrucken, doch die war irgendwie nur verwirrt. :P

Nach ein par Keksen, kuehlen Getraenken und lustigen Spielen gings weiter auf unserer Tour. Wir naeherten uns wieder der Schule an der wir uns fuers Gumboot Dancen verabredet hatten. Wuerde es diesmal klappen? Beinahe, kurz hielten wir noch an einem Kiosk an dem wir eine Runde Kaugummi spendiert bekamen, unterhielten uns wieder mit ein par Leuten und gingen dann wirklich entgueltig in die Schule. Wer aber denkt wir haetten unser Ziel erreicht, der liegt daneben. Denn jetzt wurden erst mal ein par Kartenspiele ausgepackt und Gummibaerchen verteilt, auf die alle Suedafrikaner hier so ultimativ stehen. Es stiessen immer mehr von Sallys Freunden zu uns, darunter auch Mduduzi, der uns dann schliesslich ein par Schritte beibrachte.



Theoretisch wuerden wir jetzt alle Gummistiefel tragen, aber wer hat schon einfach mal 6 paar Gummistiefel zu Hause? Es geht auch ohne. Beim Gumboot Dance werden verschiedene Rythmen geklatscht, mit den Fuessen auf den Boden gestampft oder mit den Haenden gegen die Schenkel bzw dann eben den Gummistiefel geklopft, was natuerlich richtig gut klingt wenn alle gleichzeitig dasselbe machen. Faszinierend ist, wie die Suedafrikaner einfach ihren Rythmus im Blut haben und es deswegen auch kein Problem ist, sich diesem einfach hinzugeben.


Aber ich bin ganz zuversichtlich, was das mit dem Rythmus angeht und wer weiss, vielleicht sieht man bald neue Gesichter in den Gumboot Dance Gruppen...? ;-) (Mich haben sie auf jeden Fall schon begeistert – wer haets gedacht ;) )

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