Dienstag, 12. April 2011

Back to the roots

Sie waren 5 an der Zahl und wagten sich in die endlosen Weiten der Drakensberge. Sie passierten die Grenze Suedafrikas und begaben sich in das hoehste Reich der Welt. Wo Karren auf den Feldern noch von Ochsen gezogen werden, wo Esel Mehlsaecke von Dorf zu Dorf transportieren, wo Menschen in Teppiche gehuelt im Kerzenschein schlafen gehen. Lesotho.

Kaum hatten sie die Grenze passiert, erschien es ihnen als waeren sie in einer anderen Welt. Es schien unbegreiflich auf welch verschiedene Art und Weise Menschen zur selben Zeit die Erde bewohnen konnten. Zunaechst schien alles so unwirklich. Bis sie selbst in dieses Leben tauchten.

Jeder auf seinem Pferd bestritten sie so manch Abenteuer. Wege oder Pfade waren selten gesehen, viel mehr ritten sie auf Fels, Geroell, in Bueschen oder Fluessen.

Was sie sahen, konnten sie so schnell nicht begreifen. Sie ritten durch Doerfer, die aus nicht mehr als 8 Rundhuetten bestanden. Bald empfanden sie ein Dorf als gross, wenn es in jenem einen Laden gab, oder gar ein Auto stand! Doch dieses Vergnuegen war ihnen nur zweimal vergoennt.

Sie rasteten auf ewigen Wiesen, liessen die Pferde frei.

Sie ritten in Doerfer, junge Knaben halfen ihnen mit ihren Pferden, sattelten ab, brachten die Trense in eine Huette.

Alles schien vertraut, selbst wenn man sich nicht kannte.

Nur der Schlaf auf dem Boden der Rundhuette schien seltsam. Wo waren all die Ecken an denen man sich orienterte? Man wachte auf und wusste nicht wo man war.

Zum kochen gab es Gas fuer die Besucher, alle anderen machten ihr Feuer, an dem sich ausserdem gewaermt wurde in jenen kalten Naechten. Elektrizitaet und Wasserleitungen waren noch nicht angekommen, bei Dunkelheit halfen nur noch Kerzen und der taegliche Gang zur Quelle war unabdingbar.

Und man fuehlte sich wie ein Gefaehrt auf dem Weg nach Mordor.

Und ploetzlich geht alles ganz schnell, man verlaesst eine Lebensart, in der man lernt sich ueber die kleinen und wesentlichen Dinge im Leben zu freuen und diese zu schaetzen.

Es mag seltsam klingen, wenn ich schreibe dass Suedafrika ploetzlich ein riesiger Kulturschock war. So grosse Staedte! Dabei war es nur ein kleines Kaff direkt an der Grenze. Aber die Haeuser wa

ren eckig, man war nicht in 10 Schritten durch die Stadt geschritten und es gab Autos!

Und trotzdem – wie wird es erst sein wieder nach Deutschland zu kommen?













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