Die Gottesdienste hier sind nicht zu vergleichen mit denen in Deutschland. Sie sind zu etwa 80% gepraegt von Gesaengen und Taenzen. Die Kirche ist ein kleines aus einfachen Steinen gebautes Haus, doch sie ist immer voll und wenn die Menschen hier anfangen ihren Gospel zu singen, dann kriegt man wirklich Gaensehaut. Es ist unglaublich was fuer eine Fuelle die Stimmen so weniger Menschen erreichen koennen und dann singen immer einzelne Personen Solo Verse und eine kleine Gruppe faengt an eine andere Stimme dazu zu singen, dann faellt wieder die Solo Stimme ein und alle klatschen und singen und und und... Das muss man wirklich mal erlebt haben :-)Danach machten wir uns auf den Weg zu Lunga’s Haus, wo wir mit einem typischen Township Essen mehr als ueberrascht wurden. Seine Mutter hatte fuer uns Papp mit Salat, Spinat, Mangopaste, Bohnen und Fleisch gemacht. Lunga stellte uns das ganze Essen regelrecht vor, doch beim Fleisch sagte er dann „Hier sag ich euch jetzt nicht was es ist, sonst esst ihr es nicht!“, was taktisch natuerlich seeehr geschickt ist :D Im Endeffekt habe ich es auch wirklich nicht probiert, es sah naemlich ein weing seltsam aus und ausserdem stehe ich sowieso nicht so auf Fleisch, aber die anderen griffen mehr oder weniger beherzt zu. Spaeter stellte sich raus, dass das Fleisch, dessen Konsistens den anderen zufolge etwas seltsam war, ehemals die Lunge eines Rinds war.^^ Aber Sachen wie Innereien, Huehnerfuesse, Schweinefuesse und Kuhkoepfe sind hier nun mal normaler Bestandteil des Essens im Township. Fuer letzteres wurden Franzi und Till im uebrigen fuer naechstes Wochenende eingeladen – Lunga will ihnen zeigen wie man einen Kuhkopf zubereitet (was allerdings nur Maenner machen duerfen) und ihn danach zusammen essen. Alle Details, wie man das denn macht, hat er uns uebrigens ganz detailiert beim Essen erzaehlt, so von wegen Haut abziehen, Gehirn entfehrnen usw... :D
Nach dem Essen konnten wir unsere Suedafrikanischen Flaggen aus Perlen, die wir das letzte Mal angefangen hatten, zu Ende fuehren. Lungas Mutter macht das professionell und verdient ihr Geld indem sie selbsgemachten Schmuck und aehnliches verkauft. Mein Geschick in Sachen basteln erwies sich allerdings als nicht allzu ausgepraegt, man koennte auch sagen ich bin einfach ein Mensch der sowas langsam angeht (was eindeutig positiver klingt ;-) ), aber es war wirklich witzig, dass Lena, die an diesem Tag mit ihrer Fahne anfing, genau so schnell fertig war wie ich, obwohl ich die erste Haelfte schon letzte Woche gemacht habe :D

Am Nachmittag, noch bevor die Sonne unterging machten wir uns wieder auf den Heimweg, da wir noch geplant hatten den Pool, der unserem Farm Besitzer Dudley gehoert, einzuweihen. Obwohl das Wasser recht kalt war, wagten sich einige herein und so verbrachten wir den Abend ganz gemuetlich in geselliger Runde, bis Mr. Sandman mich schon gegen halb 10 in den Schlaf wog.
Huhu,
AntwortenLöschenhm, da muss ich doch mal in unsere Filmkartei gucken. Steht der Beamer denn schon?
Deine Mitarbeiterin, -bewohnerin und filmeguckerin ;-)