
Die erste grosse Reise! Und sie fuerhte hin? Nach Johannesburg! ;-)
Freitag Nachmittag ging es los, da holten Alina, Tanja und Bob (ein Freund von den beiden) Steffi und mich ab. Das Abenteuer sollte schon unterwegs beginnen, denn ploetzlich wurden wir auf der kurvigen, nur durch Reflektoren auf den Strassenmarkierungen beleuchteten Strasse von unglaublich dichtem Nebel ueberrascht, bei dem man – ungelogen – kaum weiter als 5 Meter blicken konnte. Bob lies sich nicht beirren und brachte uns sicher zum Backpacker. Seltsamerweise erwartete uns niemand zum einchecken, bezahlen oder „Zimmer zeigen“ und wir wurden von den Backpacker Bewohnern einfach in ein Bungalow Zimmer gefuehrt, in dem wir dann schlafen konnte. Keine Sorge, der Backpacker war dennoch sehr serioes :-)
Samstag frueh ging es dann auf Touri – Tour. Urspruenglich wollten wir am Morgen in die Costitution Hill fahren. Wir folgtem unseren Navi also ganz brav, das uns in die „Kotze Street“ fuehren sollte. Nun, das tat es schliesslich auch, allerdings war das wohl die falsche Kotze Street (davon gibt es ganze drei Stueck in Johannesburg) und wir landeten irgendwo in der Pampa bzw einem etwas wohlabender wirkendem Vorort. Das lies uns unsere gute Laune aber nicht nehmen und wir machten uns auf um gut und gesund bei McDonales fruehstuecken zu gehen (Achtung, irgendwo im letzten Satz befindet sich ein kleines bisschen Ironie... :-P ). Doch auch hier sollte unser Spass nicht zu kurz kommen und so wurde aus dem Kinderparadies bald schon ein Paradies fuer uns „German Volunteers“. Bob blieb davor stehen und machte Bilder ;-)
Nun begann aber wirklich das Touri Programm, denn wir fuhren ins Apartheid Museum. Dort wird man beim Kauf einer Eintrittskarte erst mal ohne sich dessen bewusst zu sein in „White“ oder „Non-White“ getrennt. Je nachdem ob man zu den Weissen oder den Farbigen bzw. Schwarzen gehoert, benutzt man einen anderen Eingang in das Museum und verfolgt eine dem entsprechend ausgerichtete Geschichte.Nach einiger Zeit trafen sich die Wege wieder und auf unserem weiteren Weg durch das Museum begleitete uns Mandela mit seinem Kampf gegen die Apartheid. Auf dem Aussengelaende hing eine Wand mit verschiedenen Leitsaetzen Mandelas, die jeweils in verschiedenen Farben gedruckt waren. Da gab es z.B. Aussagen zum Thema Gleichberechtigung, Versoehnung, Vergebung, Fuehrung, Courage,... . Man konnte sich fuer eine Aussage entscheiden und dann mit einem Stab, der die selbe Farbe wie der gewaehlte Text hatte, zu einem kleinen Kunstwerk beitragen. Um sich das ganze besser vorstellen zu koennen, hier ein Bild:

Spontan habe ich mir uebrigens diesen Text rausgesucht.
„None of us can be described
as having virtues or qualities
that raise him or her above others.“
- Nelson Mandela
as having virtues or qualities
that raise him or her above others.“
- Nelson Mandela
Ist natuerlich streitwuerdig, aber mir hat er spontan am besten gefallen ;-)
Anschliessend ging es nach Soweto, dem wohl beruehmtesten Township Suedafrikas. Denn inmitten all der Huetten befand sich das Geburtshaus Mandelas, dem wir einen Besuch abstatten wollten. Der Teil in Soweto in dem wir waren, war aber alles andere als heruntergekommen und arm, er war viel mehr von touristischen Einfluessen gepraegt. So gab es zum Beispiel viele kleine Staende die Masken, Schmuck und andere typisch Afrikanische Sachen verkauften. Auch die Huetten waren recht stabil gebaut und sahen im Gegensatz zu anderen Townships sehr wohlhabend aus. Aber wie gesagt, das war nur der touristische Teil.Als wir wieder Richtung Backpacker fuhren, sahen wir am Strassenrand die andere Seite Sowetos – klitze kleine Wellblech Huetten umgeben von vermuellter Landschaft, die nicht danach aussahen, als wuerden sie etwas staerkere Stuerme, gar Regen ueberstehen.
Am Abend konnten wir es uns nicht nehmen, noch ein bisschen auszugehen. Leider wussten wir nicht, dass die Musik unsern Geschmack nicht ganz zu 100% treffen wuerde (achtung, auch hier versteckt sich Ironie :-P ) doch das sollte unsere Stimmung nicht trueben. So wurden schliesslich Klassiker wie „die Wattestaebchen“ oder „der Rasenmaeher“ ausgepackt. Ja, selbst „der Pantomime“ schaffte es bis auf die Tanzflaeche... Man sieht, der Abend wurde ganz nach dem Motto „Ach egal, hier kennt uns eh niemand“ gestaltet :-P
***************DER NAECHSTE TAG*********************
Der Sonntag brach an und auch hier sollte unser erstes Ausflugsziel nicht erreicht werden – wir wollten eine Freundin von mir besuchen, die ein freiwilliges Jahr in einer Kirchengemeinde absolvierte, doch leider haben wir diese nie gefunden. Wo genau das Problem lag und wo wir eigentlich waren weiss bis heute niemand^^ Danach ging es auf einen „Africa Markt“ mit unmengen an aus Holz geschnitzter Ware und Tuechern und Schmuck und Afrikanischen Holzfiguren und aus Perlen gearbeitete Figuren und traditionellen Musikinstrumenten und und und... Unter dem Musikinstrumenten fand sich uebrigens auch ein Stand mit Djemben. Hihi, den Spass lies ich mir nicht nehmen und hab gefragt ob ich auch mal trommeln darf ;-) Im Endeffekt war ich glaube ich eine ganze Stunde an diesem Stand gewesen uns hab mit dem Besitzer zusammen getrommelt oder mir verschiedene Rhythmen von im beibringen lassen. Das war wirklich eines der Top Erlebnisse an dem Wochenende :-)
Hier ein Bild von der Brass Band die am Afrika Markt gespielt haben.

(In der Band gab es u.a. Pauken, Posaunen, Tubas, Djemben, Xylophone)
Eigentlich wollten wir noch in die Innenstadt Johannesburgs fahren, da wir uns bis jetzt nur in Vororten herumgetuemmelt hatten. Aber Bob meinte er haette eine Ueberraschung fuer uns und wolle uns noch einen lustigen Ort zeigen. Also liesen wir uns zu diesem lustigen Ort fuehren und landeten in einem ueberdimensional grossem Zirkuszelt das gefuellt war mit den verschiedensten Spielautomaten. Kurz – es war ein Casino, aber ich hab da drin glaube ich hoechstens 5 Poker bzw Kartenspiel Tische gesehen, der Rest war einfach nur kunterbunt und
elektronisch.

Nach einem kleinen Spaziergang in „Carnival City“ ging es dann aber nach Sonnenuntergang wirklich auf die Rueckreise nach White River. Diesmal nahmen wir den Highway und waren schon nach nicht einmal 4 Stunden wieder zu Hause (anstatt nach ueber 6, die wir dank des Nebels auf der Herfahrt enoetigt hatten).
Ein erlebnisreiches Wochenende war das definitiv, aber es soll nicht das letzte gewesen sein!
Hi Elli,
AntwortenLöschendass es mit eurem Besuch bei uns in der Gemeinde nicht geklappt hat, ist wirklich schade und ich glaub es wird auch immer ein Rätsel bleiben wo genau ihr wart =)
Aber zum Glück hattet ihr ja noch einen schönen Restsonntag danach und vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.
Ganz liebe Grüße
Jana